Der Natur auf der Spur

Hier gibt es viel zu entdecken: Bis 2004 haben die Soldaten hier Kampfeinsätze trainiert. Einige Relikte aus dieser Zeit gibt es noch zu bestaunen. Doch auch die Tier- und Pflanzenwelt des einstigen Standortübungsplatzes ist bemerkenswert: beispielsweise wurde das Vorkommen einer bestimmten Wanzenart deutschlandweit einzig hier in Ebern festgestellt. An 14 Info-Stationen könnt ihr euch darüber informieren und Prägestempel sammeln. Rosi, die einzigartige Essigrosendickfühlerweichwanze, begleitet euch dabei.
 

Großer Rundweg Fledermaus, 5,7km

Diese Tour führt im Norden durch schattige Waldbereiche. Ganz in der Nähe des Holzplatzes ist der Große Wiesenknopf- Ameisenbläuling zu Hause. Relikte der militärischen Vergangenheit, wie Übungshaus, Flugabwehreinrichtung oder Fahrschulgelände liegen am weiteren Weg. Fledermäuse und Gelbbauchunken profitieren von der früheren Nutzung. Im südlichen Teil trefft ihr bald auf die typischen Solarfelder mit ihren lebenden Landschaftspflegern, den Shropshire-Schafen. Um die Bewohner von Eichenwäldern und Trockenhängen geht es im letzten Wegabschnitt.
 

Kleiner Rundweg Neuntöter, 2,8 km

Dieser Weg führt bergauf und bergab zuerst zu Zeugnissen geistlichen Lebens wie dem „Marterl“, dem Eberner Käppele und der Mariengrotte. Im sonnigen südlichen Teil des Weges trefft ihr wieder auf Landschaftpfleger: Angus- Rinder, die die Weideflächen offen halten und somit Heckenbewohnern wie dem Singvogel Neuntöter Platz zur Nahrungssuche bieten. Wunderbare Ausblicke auf Eberns Freibad am Losberg begleiten euch auf dem Weg zum Orchideenhang, einer ungedüngten Magerwiese, die auch ein Erbe der ehemaligen Nutzung ist.
 

Verbindungsweg Gelbbauchunke, 1,2 km

Nach einem kleinen Anstieg zu Beginn verläuft der Weg eben von Ost nach West. Nutzen die Laubfrösche am Anfang des Weges das Areal der alten Panzerwaschanlage, so sind die Gelbbauchunken die Nutznießer der von den Panzern hinterlassenen Wasserlöcher rund um das einstige Fahrschulgelände. Die Besonderheiten des Mischwaldes, seine Nutzung aber auch seine Schutzbedürftigkeit werden unterwegs deutlich. Am Ende des Verbindungsweges trefft ihr auf Rosis lebende Verwandtschaft unter den Blättern der Essigrose.
 

Rundweg Wald, 2,0 km

Der abwechslungsreiche Weg umrundet das einstige Bundeswehrtrainingsgelände und zeigt Relikte der früheren militärischen Nutzung. Panzerkette, Flugabwehreinrichtung und Schützengräben zeugen von der Vergangenheit als Standortübungsplatz. Das Fahrschulgelände ist ein Eldorado für kleine und große Mountainbiker. Essigrosendickfühlerweichwanze und Gelbbauchunke haben hier ideale Bedingungen gefunden. Der sich anschließende Haßwald steht beispielhaft für den Lebensraum der Wildkatze. Zum Wildkatzenerlebnispfad bei Reutersbrunn sind es von hier aus nur 2,5 km.
 

Rundweg Schaf, 2,1 km

Wenn die Sonne lacht, sollte man diesen Weg wählen. Er führt durch die freie Landschaft mit bester Aussicht. Angus- Rinder halten die Weideflächen offen, Shropshire-Schafe „mähen“ die Wiesen unter den Solarmodulen. Singvögel bewohnen die dichten Hecken. Die ungedüngten Magerwiesen lassen Saftlinge und Keulen (Pilzarten) wachsen. Die Teichlandschaft stellt einen völlig anderen Lebensraum dar: Eisvögel und Fledermäuse nutzen das Gebiet zur Futtersuche, Nashornkäfer machen es sich in einem Meiler an der großen Weide gemütlich.

Hier den Flyer mit den Rundwegen "Der Natur auf der Spur" als PDF herunterladen.

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