Archäologiemuseum & Museum für Grenzgänger

Das Archäologiemuseum in Bad Königshofen wurde 1988 als Zweigstelle der Archäologischen Staatssammlung München in der „Schranne“ eröffnet, einem im Jahre 1693 errichteten Getreidespeicher. Nach umfangreichen Umbauten an Gebäude und Ausstellung wurde es am 14. Mai 2019 wiedereröffnet. Das Archäologiemuseum zeigt in insgesamt 13 Themenblöcken auf etwa 400 Quadratmetern über 1.000 Einzelobjekte. Es ist das einzige staatliche archäologische Museum in Unterfranken. Grundlage der Ausstellung sind archäologische Funde, die hauptsächlich aus dem nordöstlichen Unterfranken stammen, speziell den Landkreisen Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld, Schweinfurt und Haßberge.

Die Planungen zur Sanierung des Gebäudes und die Gestaltung der neuen Dauerausstellung übernahm das Stuttgarter Architektenbüro Space4. Für den nichtstaatlichen Teil der Maßnahmen konnten umfangreiche Fördermittel, unter anderem aus dem Programm Leader+, gewonnen werden. Für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen steht zukünftig ein Aufzug zur Verfügung, der von der Straße aus zugänglich ist. Ein neuer Gebäudeteil wurde im Innenhof zur Anbindung des „Salzhauses“ mit dem „Museum für Grenzgänger“ an die „Schanne“ errichtet. In seinem ebenerdigen Teil befindet sich ein Raum für Museumspädagogik. Zudem ist hier die Steinzeitwerkstatt des Museumspädagogischen Zentrums Bad Königshofen untergebracht. Diese Einrichtung ist besonders für Schulklassen und Gruppen eine besondere Attraktion, bietet sie doch Einblick in Leben und Handwerkstechniken vorgeschichtlicher Menschen.

Die Geschichte des „Museums für Grenzgänger“ in Bad Königshofen ist zugleich die Geschichte des Umgangs der Menschen im Grabfeld mit der Grenze zur DDR. Im Grabfeld nahm sich der Verein für Heimatgeschichte der historischen Aufarbeitung der DDR-Grenze und ihrer Folgen an: Er sicherte die Exponate und konnte schon 1992 in zwei Räumen des Kurzentrums in Bad Königshofen ein „Grenzmuseum“ eröffnen. Das Regime der DDR wurde darin ebenso erklärt wie der Aufbau der Grenzanlagen. Die Ausstellung dokumentierte 40 Jahre Zeitgeschichte.

Im Zuge der Sanierung des Kurzentrums musste das Grenzmuseum im Oktober 2000 nach Schloss Wolzogen in Mühlfeld ausweichen. Dort fand ein Teil der Exponate weiterhin eine provisorische Aufstellung. Unterdessen liefen jedoch bereits die Planungen für die dauerhafte Neueinrichtung eines Museums zum Thema Grenze in Bad Königshofen an. Nun jedoch sollte das Verbindende, das „Beiderseitige“ der Grenze im Mittelpunkt stehen. Unter dem Titel „Museum für Grenzgänger – Nachbarn im Grabfeld“ wurde die Ausstellung am 17. Juni 2006 eröffnet. Sie umfasst etwa 150qm und entspricht in ihrer Gestaltung und technischen Ausstattung (Medienräume) heutigen Ansprüchen an ein modernes Museum.

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 14 – 17 Uhr
Montag: Ruhetag
 

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Kontakt:

Archäologiemuseum Bad Königshofen
Museum für Grenzgänger

Martin-Reinhard-Str. 9
97631 Bad Königshofen
09761 / 3979011
info@schranne.info


 

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