Barockschloss
Hinweis: Da sich Schloss Hafenpreppach im Privatbesitz der HIMS Academy befindet und die Musiker und Künstler der Einrichtung nicht gestört werden sollen, ist das Schloss nicht öffentlich zugänglich. Wir bitten hierauf unbedingt zu achten. Mehr zur HIMS Academy finden sie im nachfolgenden Text.
Hier im beschaulichen Hafenpreppach, wo die Haßberge langsam in das Coburger Land übergehen, steht ein ganz besonderer Zeitzeuge, der uns in die Hochphase des Barocks, führt: Schloss Hafenpreppach.
Die Architektur
Wie für Schlossbauten des Barock üblich, spielt die Symmetrie der Außengestaltung des Schlosses sowie den Grün- bzw. Parkanlagen eine zentrale Rolle. Das Gebäude ist von außen durch profilierte Fenstergewänder, rustizierte Eckpilastern und Gurtgesimsen zwischen den Stockwerken gegliedert. Zwei Hauptgeschosse sitzen auf einem niedrigeren Erdgeschoss, das als typisches „Bastardgeschoss“ die Wirtschaftsräume und die Zimmer der Dienerschaft enthielt. Der Haupteingang mit seinem gebrochenen Dreiecksgiebel liegt in der Mitte des Südflügels. Die Wandflächen sind in einem hellen Ockerton verputzt, die Architekturgliederungen wurden steinsichtig belassen. Der winkelförmige, dreigeschossige Schlossbau trägt ein hohes Walmdach mit Gauben. Auf der Parkseite ist dem Schloss eine hohe, gewinkelte Terrasse auf vier Arkadenbögen vorgelagert, die durch ein Balustergeländer mit Kugelaufsätzen bekrönt wird. Ebenerdig liegt eine weitere Terrasse, den Durchgang flankieren zwei barocke Statuengruppen. Diese reiche Zierarchitektur steht in auffälligem Kontrast zu der sonst eher schlichten Erscheinung des Gebäudes und ist sicherlich eine nachträgliche Ergänzung.
Im Inneren ist besonders die mächtige, zweiläufige Freitreppe im Westflügel zu erwähnen. Von der Originalausstattung sind noch einige barocke Holztüren und ein Renaissancekamin im Ostflügel erhalten. Die Schlosseinfahrt wird von eingeschossigen Nebengebäuden eingefasst. Rechts ergänzen eine Remise, links die Orangerie das Ensemble. Im Schlosshof schützt ein malerisches, viersäuliges Brunnenhäuschen mit Steinkuppel die alte Brunnen- bzw. Zisternenanlage.Bis 1960 war dem Hauptgebäude südlich das „Alte Schloss“ vorgelagert. Der zweigeschossige Renaissancebau mit seinem hohen Satteldach und den markanten Schweifgiebeln fiel jedoch vor seiner Unterschutzstellung der Spitzhacke zum Opfer. Das Gebäude diente jedoch wohl von Anfang an als Verwalterhaus, die Bezeichnung „Altes Schloss“ dürfte daher irreführend sein.
Die Geschichte
Spätestens ab dem 16. Jahrhundert saß eine Linie der Stein von Altenstein in Hafenpreppach, das sie als Lehen vom Hochstift Würzburg erhalten hatten. Im Übrigen eine Nebenlinie der Stein von Altenstein, die das Schloss in Pfaffendorf haben erbauen lassen. Ab 1664 war das Gut dann aber im Besitz der Freiherren von Greiffenclau. Der Hauptbau, wurde 1714 von Fürstbischoff Johann Philipp von Greiffenclau erweitert und barockisiert, so dass eine dreigeschossige Zweiflügelanlage entstand.
1789 dann, verlor die Familie von Greiffenclau die Herrschaft über das Schloss und es wechselte fortan mehrmals seinen Besitzer. Der letzte Schlossherr, Helmut Riehl, starb 1942 im zweiten Weltkrieg an der Ostfront, woraufhin seine Familie das Schloss in eine Stiftung unter Treuhänderschaft des Bayerischen Roten Kreuzes überführte und dieses ein Heim für versehrte Soldaten einrichtete. Nach dem Krieg baute man das Gebäude in ein Kinderheim um, welches aber 1978 wieder geschlossen wurde. 1980 wurden dann umfassende Sanierungsmaßnahmen an der Bausubstanz unternommen. 9 Jahre später, 1989, verkaufte das Bayrische Rote Kreuz das Schloss an private Interessenten.
Im Jahre 2016 erhielt das Schloss dann wieder einen neuen Besitzer, die HIMS Academy, die das Schloss inklusive seiner Nebengebäude und Außenanlagen seitdem vorbildlich erhält und als Musik- und Kunstakademie von nationalem aber auch internationalem Rang nutzt. So wurde bspw. auch die ehemalige Orangerie denkmalgerecht saniert und zu einem kleinen, aber äußerst feinen Konzertsaal umgebaut. Die Akademie fokussiert sich bei ihrer Arbeit insbesondere auf Klassische Musik sowie bildende Kunst nationaler aber vor allem auch internationaler Künstler. Regelmäßig finden hochwertige Konzerte und Ausstellungen statt.
Die HIMS Academy steht für ‘Begegnen – Erleben – Erfahren’ auf den Gebieten klassischer Musik, Kunst und Kultur. Ein besonderer Fokus liegt auf dem interkulturellen Austausch. Der Anspruch der HIMS Academy ist, Veranstaltungen und Projekte mit einem hohen Maß an Professionalität, Qualität und Exklusivität auszurichten. Mehr zur HIMS Academy erfahren sie hier.
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