Naturwissen pur

Rangerin Katja Winter erzählt...

Tief einatmen, die Natur spüren und die ersten Sonnenstrahlen auf dem Gesicht genießen: Die sanft hügelige Landschaft der Haßberge führt entlang an bunten Laubmischwäldern und weiten Wiesentälern, Weideland und Weinbergen hin zu sagenumwobenen Burgen und Schlössern.

Ab sofort berichtet Rangerin Katja Winter jeden Freitag über aktuelle und vielfältige Themen rund um den Naturpark Haßberge bis in den nördlichen Steigerwald. Nicht verpassen und Wissen erweitern!

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17.06.2022

Wunderschöne Weitblicke in eine vielfältige Landschaft: ausgedehnte Wälder mit Bergkuppen und mystischen Felsen samt Burgruinen, Burgen und Schlössern ebenso wie ein buntes Mosaik an blütenreichen Wiesen, Weiden, Streuobstflächen, Feldern und Weinbergen mit einigen Seen und naturnahen Bachtälern – das ist der Naturpark Haßberge!
„Natur, Kultur, Vielfalt“ – unser Motto spiegelt sich in der Landschaft wieder. Äußerst artenreiche Lebensräume für besondere Tierarten wie Feuersalamander, Wildkatze, Rothirsch, Steinkauz und Schwarzstorch oder seltene Pflanzenarten wie Wiesen-Schwertlilie, Kuhschelle und zahlreiche Orchideenarten sind hier ein wertvoller Teil unserer kleinteilig-vielfältigen Kulturlandschaft – ebenso wie historische Fachwerkorte und die zahlreichen Kulturschätze aus vergangenen Jahrhunderten. Auch im Frankenlied wird er Naturpark Haßberge besungen:
„ Von Bamberg bis zum Grabfeldgau umrahmen Berg und Hügel die breite stromdurchglänzte Au. Ich wollt’, mir wüchsen Flügel“ - Beim weiten Heiligländerblick bis zum Kloster Banz und sicherlich auch bei zahlreichen anderen Aussichtspunkten im Naturpark Haßberge hat sich das „ich wollt mir wüchsen Flügel“ sicher der ein oder andere Gast voller Freude und Staunen schonmal gedacht. Wir wünschen eine schöne, naturverträgliche Zeit unterwegs!
© Katja Winter

24.06.2022

Warum der Regen so wichtig ist? Das scheint jedem Kind klar zu sein, sobald es darüber nachdenkt, wo denn unser Essen herkommt. Wiedermal ganz egoistisch=menschenbezogen gedacht: Pflanzen wachsen als Futter für Tiere oder zur Verwertung direkt für uns Menschen. Viele Nutztiere ernähren sich von Pflanzen. Ohne Pflanzen also kein Essen für uns Menschen. Und ohne Regen…?

Na klar: kein ausreichendes Pflanzenwachstum! Und so schließt sich der Kreis. Wirklich erschreckend ist die extreme Trockenheit in Teilen Frankens, denn anders als der liebe Nutzgarten zu Hause können die Wildpflanzen nicht darauf hoffen, vom Menschen eine Wasserration zu bekommen. Hoffen wir also, dass es nun also endlich mal regnet – und freuen uns über den Segen von oben. Über eine sinkende Waldbrandgefahr. Über das Aufatmen der Natur. Über das Wachstum unserer Lebensgrundlage. … hoffentlich liest Petrus das…!
© Katja Winter

01.07.2022

Genau SO mögen es die wilden Bestäuber: verschiedene einheimische Wildpflanzen blütenreich in Mischung inmitten einer vielfältigen Kulturlandschaft. Auch im eigenen Garten bereichern beispielsweise Wegwarte (blau), Wilde Möhre (weiß) und Färberkamille (gelb) nicht nur das lebenswichtige Pollen- und Nektarangebot, sie sehen auch noch richtig schön aus! In den nächsten Beträgen möchte ich Euch diese drei Wildpflanzen näher vorstellen – also freut Euch schonmal vor … So viel schon jetzt: alle drei Wildpflanzen haben die Pollen für Wildbienen und Co. offen liegen und so kommen die teilweise winzigen Tiere gut an ihre Nahrung. Schließlich gilt es diese Wochen vor allem, die Brut zu versorgen – z. B. mit einem Pollen-Nektar-Vorrat. Bei gefüllten Zucht-Stauden im Garten können diese Tiere sprichwörtlich verzweifeln und tatsächlich verhungern, wenn nicht in nächster Nähe ausreichend blühende Wildpflanzen stehen. Wer also im eigenen Garten etwas Gutes für die fleißigen Bestäuber von Wildpflanzen, Erdbeeren, anderen Beerensträuchern und Co. tun möchte, der lässt zwischen den gepflanzten Stauden auch mal Wildblumen wachsen. Wie gesagt: schön aussehen tut’s allemal … und sichert den Gartenhelfern das Überleben - Grüner Daumen hoch!
© Katja Winter

08.07.2022

Korbblütler, bei denen der eiweißhaltige Pollen in zahlreichen Kleinblüten offen verfügbar liegt, sind besonders wichtig für Wildbienen. Sie legen damit Vorräte für ihren Nachwuchs an. Die Wegwarte ist so ein Korbblütler. Daher ist es wenig verwunderlich, dass sie zumeist von Wildbienen und Schwebfliegen bestäubt wird. Diese müssen sich beeilen, denn Wegwarten-Blüten sind meist nur vormittags geöffnet und bereits nach einem Tag verblüht. Als Pionierpflanze und Tiefwurzler ist die Wegwarte dafür extrem anspruchslos und gedeiht überall -  zum Beispiel eben direkt am Wegesrand oder zwischen Pflastersteinen. Wer dieser blaublütigen Schönheit ein Plätzchen zum Überleben lässt, der hat seine gute Tat für Wildbienen & Co. schon getan. Also: einfach mal stehen lassen und die Besucher bewundern.
© Katja Winter

15.07.2022

Ein Traum in Gelb für Schmetterling & Co: Attraktiv, extrem pflegeleicht, essbar und dazu noch (wild)bienenfreundlich - die Färberkamille. Auch im eigenen Garten kann dieser sonnengelbe Korbblütler die extremsten Standorte von sandig-lehmiger Erde bis hin zu Kies- und Steinbeeten bereichern. Das beste: sie sät sich jährlich neu aus, wenn man sie lange genug stehen lässt und die bestäubten Blüten so zur Samenreife kommen. Dabei besteht nicht die Gefahr der massenhaften Vermehrung wie bei Löwenzahn – aber man kann Freunden Samen dieser wunderschönen Bienen- und Schmetterlings“weide“ schenken. Der Name „Färberkamille“ kommt dabei nicht von ungefähr – diese alte Kulturpflanze wurde früher vor allem im Mittelmeerraum angebaut und zum Färben von Wolle, Leinen und Co. verwendet. Den kräftig warmen Gelbton der Blüten kann man auch in der Küche einsetzen: die essbaren Blüten sind ein Blickfang in Salaten oder als Garnitur auf Tellern und bei Süßspeisen. Die jungen Blätter geben Salaten zusätzlich eine angenehme Würze. Na dann: satt sehen und satt essen an dieser Alles-Könnerin im eigenen Garten!

© Katja Winter

29.07.2022

Viele nektarführende kleine Blüten streckt sie potentiellen Bestäubern vereint auf einem großen "Blütenschirm" entgegen: die "Wilde Möhre" ist ein Doldenblütler. Dabei ist in ihrer Blütendolde auch noch Trick17 eingebaut: die schwarzrot gefärbte weibliche " Mohrenblüte" in der Mitte der sonst weißen Dolde leuchtet für die Betrachter heraus. Die Aussage hierbei: "Seht her, hier gibt es ein lohnendes Angebot - die ersten Blütenbesucher sind schon da!" Im Garten bereichert diese Blütenpracht nicht nur optisch das Stauden-Ensemble, sondern auch die Garten-Biodiversität, ist sie doch wichtig für zahlreiche Insekten. Wie unsere altbekannte Karotte kann man auch alle Pflanzenteile der Wilden Möhre verzehren. Die Wurzel der wilden Verwandten ist allerdings nicht orange, sondern weißlich. Wichtig: nicht mit anderen Doldenblütlern verwechseln! Charakteristisch ist der Möhrengeruch der Blätter. Der Wilden Möhre wurden antioxidative, leberschützende Wirkungen bescheinigt. Wer diese Garten-Apotheke zu schätzen weiß, tut auch unseren einheimischen Bestäubern etwas Gutes!

© Katja Winter

05.08.2022

Besondere "magische" Orte gibt es viele im Naturpark Haßberge! Heute tauchen wir in einen ein, der gerade in der heißen Sommerzeit besonders einladend ist: ein Weiher versteckt im Kiefernwald in der Nähe von Oberhaid. Der warme Kiefernwald vermittelt ein Flair vom Mittelmeerraum und ein besonders intensives Dufterlebnis, das Kleinklima des Weihers schafft eine angenehme Kühle, das Lichtspiel durch die Wasserreflektion und der Wind im Schilf runden dieses wundervolle Naturerlebnis ab. Das beste: bisher ist dieser Ort noch so besonders, da er trotz der Nähe zu Bamberg noch nicht überlaufen ist. Und das soll auch so bleiben. Wer dorthin findet, den bitten wir herzlich um all das, was in der Natur eigentlich selbstverständlich sein sollte: Wir kommen als Gast und verhalten uns auch so. Allen Müll einpacken, keinesfalls Glasscherben, Zigarettenstummel oder Batterien liegen lassen. Das Wasser nicht durch Sonnencreme, Body Lotion und Co. verschmutzen, sondern einfach mal den Weiher sein lassen für die Tiere und das Schauspiel in Ruhe genießen :) Der Ort selbst wird an dieser Stelle bewusst nicht genau verraten - wer wirklich hin will, an diesen besonders magischen Ort, der findet ihn auch. All denen, die suchen und finden wünschen wir eine faszinierende Zeit draußen unterwegs!

© Katja Winter

12.08.2022

Wollige Rasenmäher und superleckerer Streuobst-Saft. Diese Woche konnten die Kinder und BetreuerInnen eines regionalen Ferienprogramms zusammen mit der Rangerin eine kleine Herde "Coburger Fuchsschafe" im Naturpark Haßberge besuchen. Die Kinder kamen schnell darauf, dass es sich hier um "wollige Rasenmäher" handelt, die für unsere kleinteilige, artenreiche Fränkische Kulturlandschaft bedeutsam sind. Diese alte mittelgroße Landschafrasse ist anspruchslos, widerstandsfähig und passt so perfekt in karge Mittelgebirgslandschafften. Die weihen, besonders schön gefärbten Lammfelle sind ebenso begehrt wie das zarte Fleisch der Tiere. Ein Mädchen meldete sich zu Wort und erklärte, dass ihr Großvater jedes Jahr ein paar Tiere zum Weiden auf den eigenen Steuobstwiesen ankaufe und diese im Herbst geschlachtet werden für den Eigenbedarf. Hier kommen Landschaftspflege, Tierwohl, Erhalt der Biodiversität und regionale Vermarktung im besten Sinne zusammen. Wirklich nachahmenswert - allein schon, um den Kindern einen realistischen Naturzugang zu ermöglichen und der allgemeinen Natuentfremdung entgegen zu wirken. Die Besitzer der besuchten Schafherde hatten zusätzlich aus Eigeninitiative heraus eigenen Apfel-Birnen-Quitten Saft zur freien Verfügung für die Kinder mitgebracht - zum Knabbern gab es selbstgemahte herzhafte Emmer-Käse-Plätzchen. Wirklich bemerkenswert! Natürlich schmeckt Kindern wie Erwachsenen solch ein Saft aus lokalen Streuobstwiesen tausendmal besser als die minderwertige Massenware mit sehr schlechter Ökobilanz (weite Flugstrecken!) aus dem Supermarkt. Allein schon der Geschmack währe hier also ein guter "Wegweiser", um mehr Ware direkt vom Lokalvermarkter abzukaufen - es gibt aber noch zahlreiche andere Gründe ... In diesem Sinne: ein genussvolles Wochenende in unserer vielfältigen Kulturlandschaft ;)! ... Die entstand schließlich durch jahrhundertelange vielfältige extensive Nutzung - und wird nur in ihrer Schönheit und Vielfalt erhalten, wenn diese naturnahe Nutzung auch fortgeführt wird.

© Katja Winter

09.09.2022

Sagenumwoben und mit einer Flora-Fauna-Vielfalt wie der Naturpark Haßberge selbst thront die Ruine Wildberg über Sulzfeld??. Mit weitem Blick über den Grabfeldgau Richtung Rhön wird der Besucher belohnt, wenn er oben angekommen ist. Auf dem Weg dorthin begleiten ihn Themen wie verschiedenste Wildkräuter und Baumarten, schöne Ausblicke, historische Nutzungsspuren in der Landschaft ... und dann an der Ruine angekommen die Burgensage und die Überlieferung über einen Eremiten, der hier einmal gehaust haben soll. Neugierig geworden? Dann gerne diesen Sonntag, 11.09. mit auf die Natur-Erlebnisführung kommen und diese besondere Ecke im Naturpark Haßberge gemeinsam entdecken! Außerdem: am 10. & 11.09. ist das Mittelalter hautnah erlebbar auf dem Mittelalter-Markt am Sulzfelder Badesee. Wir feiern 900 Jahre Sulzfeld!

© Katja Winter

16.09.22

Ein hohes Gut, „unser“ Wald: Luftfilter und Sauerstoff-Lieferant, Wasserfilter und Wasserrückhalt als Hochwasserschutz und für ein wertvolles Kleinklima in Dürrezeiten, Schutz vor Bodenerosion und Austrocknung – und nicht zuletzt Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sowie Lern- und Erholungsraum für uns Menschen. Was für eine Vielfalt an enorm wichtigen Eigenschaften unser Wald aufweist! Nicht auszudenken, wenn wir keinen hätten! Der Naturpark Haßberge ist zu ca. 50 % mit Wald bedeckt. Zum Glück, denn in diesem Dürre-Sommer haben wir alle einmal mehr hautnah erfahren, wie enorm wichtig schattenspendende Bäume für das Kleinklima und als Bodenschutz sind. Auch für aktives Naturerleben ist der Wald enorm wertvoll für uns: ob für Sport-Aktivitäten, besinnliche Ruhe und Erholung oder als Lern- und Abenteuerort für kleine und große Naturbegeisterte. Und dann natürlich als Rohstoff-Lieferant und Arbeitsplatz: beispielsweise Forstleute und Naturschutz-Angestellte arbeiten im, mit und für den Wald. Holzprodukte jeglicher Art sollten von uns sinnvoll und maßvoll verwendet und zum nachhaltigen Gebrauch pfleglich behandelt werden. In Zeiten von Dürre und Klimawandel wird die nachhaltige Forstwirtschaft zu einer großen Herausforderung für diejenigen, deren Aufgabe die Waldbewirtschaftung ist.  Auch die Jagd spielt dabei eine wichtige Rolle, keine Frage. So hoffen wir alle auf eine nachhaltig gute Zusammenarbeit für einen klimaangepassten, artenreichen, mehrschichtigen und naturnahen Mischwald. Wir haben mit den artenreichen Mischwäldern im Naturpark Haßberge bereits ein hohes Gut – gemeinsam können wir es entwickeln und erhalten!

© Katja Winter

30.09.22

Bäume bieten Lebensraum für viele Tiere, Pflanzen und alles „zwischendrin“ wie Pilze und Flechten. Klar, das weiß jeder! Manche Fledermäuse beispielsweise verschlafen den Tag unter abstehender Baumrinde und in Baumhöhlen, prächtige Käferarten verbringen die meiste Zeit ihres Lebens als „Made“ im modernden Holz, Pilze zersetzen absterbende Baummasse und Flechten nutzen die Baumoberfläche zum „Aufsitzen“ als Lebensraum, näher an der Sonne, fern von der Konkurrenz von Gräsern auf der Wiese. Wie es aber innen drin in so einem (meist älteren) Baum aussieht, das weiß man erst, wenn sich der Blick IN den Baum öffnet. Im Fall unserer heutigen Fotos haben da Regen und Wind nachgeholfen. Der Apfelbaum wurde vom Wind weggedreht. Die Kopfweide wird wohl noch viele Jahre oder gar Jahrzehnte Kinderstube und Brutplatz sein für verschiedenste Tierarten. Es liegt an uns, solche wichtigen Lebensräume wert zu schätzen und zu erhalten. Mit dem Fraßschutz gegen den Biber hat man im Fall der Kopfweide hier auch schon weiter gedacht. Leben und leben lassen bedeutet in dem Fall stehen und stehen lassen. Natürlich nur dann, wenn im Rahmen der Verkehrssicherung möglich. In diesem Sinne: Augen auf, achtsam sein und wenn möglich stehen lassen :-) !

© Katja Winter

21.10.22

Farben-Feuerwerk in den Weinbergen am Haßbergtrauf

An sonnigen oder auch leicht bewölkten Herbsttagen bietet sich ein wunderschönes Farbenspiel im Naturpark Haßberge: die historischen Weinberge am Haßbergtrauf zwischen Königsberg in Bayern, Zeil am Main und Steinbach leuchten dann in bunten, intensiven Farbtönen und sind zu dieser Jahreszeit ein absolutes Highlight! Sie bieten je nach Wetter nicht nur Herbstsonne satt und weite Blicke ins Maintal Richtung Wallfahrtskirche Maria Limbach, Bamberg und Schweinfurt – sie sind auch äußerst vielfältige Lebensräume für eine bunte, artenreiche Flora und Fauna! Hier kommen Naturgenuss, historische Kulturlandschaft, Weinbau, Biodiversität und Naturschutz gewinnbringend zusammen. Wer mehr zu Biologie und Biodiversität der Weinberge am Haßbergtrauf erfahren und gleichzeitig in ein schillerndes Farbenmeer eintauchen will – gerne hier reinsehen:

https://www.tvmainfranken.de/mediathek/video/artenschutz-im-weinberg-das-naturschutzgebiet-pfaffenberg/

Wer „einfach nur“ Impressionen von den Weinbergen und vom Naturpark Haßberge ansehen möchte – gern hier reinschauen und zum „Überflieger“ werden:

https://www.youtube.com/watch?v=ltPKhxL-Da4

Für weitere Infos zum vielfältigen Naturpark Haßberge und abwechslungsreichen Unternehmungen im Herbst besucht uns gerne auf Instagram @rangerinkatja oder im WWW unter hassberge-tourismus.de sowie unter naturpark-hassberge.de

Herzliche Herbstgrüße – Eure Rangerin Katja

© Katja Winter

11.11.22

Junge Menschen als Botschafterinnen und Botschafter für den vielfältigen Naturpark Haßberge – für unsere Region: das Ziel verfolgt unser kürzlich gestartetes Projekt „Junior-Ranger-Region“ des Naturpark Haßberge in Kooperation mit den Nationalen Naturlandschaften (NNL), der deutschlandweiten Dachorganisation der Großschutzgebiete. Die Lebensvielfalt der Streuobstwiesen konnten die beiden Junior Ranger Gruppen dann an den vergangenen Oktober-Freitagen hautnah erleben – und sogar „erschmecken“. In Handarbeit pflückten die Kinder und Teens von den mit gelbem Band gekennzeichneten Streuobstbäumen Äpfel und Birnen und verarbeiteten sie anschließend zu Saft. Wie wertvoll eine Streuobstwiese mit ihren zahlreichen Arten und Lebensräumen für unsere Kulturlandschaft ist, wie wichtig die unentbehrlichen Bestäuber wie Wild- und Honigbienen sowie verschiedene Schwebfliegenarten sind – und wie viel besser ein lokal erzeugter Bio-Obstsaft schmeckt, das konnten die Kinder und Jugendlichen an diesem Tag eindrücklich erfahren.

Wer mit dem Fernsehen kurz eintauchen will in die Streuobst-Aktion, kann gerne hier reinklicken:

https://www.tvmainfranken.de/mediathek/video/naturpark-hassberge-neues-junior-ranger-projekt-gestartet/

Eure Rangerin Katja

© Katja Winter