Historische Blickwinkel Hofheim - 01 Die Apotheke

Marktplatz 2, 97461 Hofheim i.UFr., Deutschland

▶️ Lassen Sie sich einladen, Hofheim entlang des Stadtrundgangs “Historische Blickwinkel” kennenzulernen. Hören Sie die Geschichten, die die “Hofinger” selbst zu erzählen haben! 

 

Gestatten, ich bin Christian Truchseß von Wetzhausen zu Bettenburg und wurde 1755 auf Schloß Bundorf, ca. 11 km von Hofheim entfernt, geboren.

Die Apotheke, vor der Sie gerade verweilen, wurde 1463 als Stadthaus und Zehnthof der Truchsesse zu Wetzhausen erbaut und trägt das Wappen von 1581. Es gilt als eines der ältesten Bürgerhäuser in den Haßbergen. Das schöne Haus mit den blauen Balken und Fensterläden und das hellbraune Zierfachwerkhaus mit Marienstatue (um 1870) gehören zusammen. Das Ensemble ist ein auffälliger und nicht wegzudenkender Blickfang am Hofheimer Marktplatz. 

1804 gab es den ersten Versuch, hier eine Apotheke zu etablieren. Leider scheiterte dieser sowie auch der zweite Versuch am örtlichen Doktor, der seine Medikamente lieber selbst mischte und gewinnbringend verkaufte. Der dritte Apotheker war schlauer und heiratete die Doktor-Tochter, sodass dieser ihn besänftigt seine Apotheke betreiben ließ. Und somit kann diese Apotheke auf stolze 200 Jahre zurückblicken! 

Doch zurück zu meiner Wenigkeit, dem Truchseß von Wetzhausen. Man nennt mich auch „Kirschenbaron“, den „letzten Ritter Frankens“ oder den „Herrn der Bettenburger Tafelrunde“. Warum? Das erfahren Sie, wenn Sie sich auf den Weg zum Wahrzeichen der Haßberge, meinem Schloss Bettenburg bei Manau machen. 

Zuvor genießen Sie jedoch Ihren Stadtrundgang mit “Historischen Blickwinkeln” durch Hofheim, bestaunen die bunten Fachwerkhäuser, kehren vielleicht in einem davon ein und -wenn Sie mögen- sammeln sich für den Aufstieg zur etwa 3,5 Kilometer entfernten Bettenburg noch einmal an der Kreuzkapelle beim Kapellentor, wo ich Ihnen Weiteres mit auf den Weg geben will. 

Bis dahin!

SCHON GEWUSST?

Eine Vielzahl von deutschen Adelsfamilien führt den Namen Truchseß. In der Regel leiten sie alle ihren Namen vom Hofamt des Truchsess‘ her. Dieser war in der mittelalterlichen Hofgesellschaft der oberste Aufseher über die fürstliche Tafel. Im Laufe der Zeit erhielt das Amt weitere einflussreiche Funktionen. 

Der Zehnthof war im Mittelalter der Hof, auf dem der fällige Zehnt abzuliefern war. Dies war eine etwa zehnprozentige Steuer in Form von Geld oder Naturalien an eine geistliche oder eine weltliche Institution, z.B. den Grundherren. (Quelle: wikipedia.de)

>> Historische Blickwinkel Hofheim - 02 Das Rathaus

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